Der „zurzeit beste mobile UKW-Empfänger“ – so lautete das Urteil der Zeitschrift Car&Hifi über den San Francisco CD72 in der Ausgabe 1/2003. Auf der CES in Las Vegas wurde dem gleichen Gerät der Innovations Award 2003 für die außergewöhnliche Tunerperformance verliehen und die Zeitschrift autohifi kürte Blaupunkts Empfangsprofi mit dem Titel „Gerät des Jahres 2003“ für herausragende Tuner-Leistungen. Diese Lobeshymnen kommen nicht von ungefähr, denn Blaupunkts TwinCeiver ist das derzeit wohl modernste und aufwendigste Konzept, um optimalen UKW-Empfang im Auto zu realisieren.
Gegenüber der Vorgängergeneration Bremen CD72 / San Francisco CD72 wurde das Empfangsverhalten nochmals optimiert. Der Bremen MP74 wechselt dank eines ausgeklügelten Algorithmus in der digitalen Signalverarbeitung noch virtuoser und absolut unhörbar zwischen den Alternativ-Frequenzen.
Das Hauptproblem: Empfangsstörungen durch Mehrwege-Empfang
Der mobile UKW-Empfang im Autoradio ist gekennzeichnet durch die Überlagerung des direkten Signals eines gewählten Senders (Nutzsignals) mit einem reflektierten Signal. Dieser sogenannte Mehrwege-Empfang (engl. Multipath) entsteht durch Reflektion an nahen Objekten, wie Häusern oder an weit entfernten Objekten, wie Bergen. Durch die Addition dieser beiden Signale ergeben sich unangenehme Effekte wie Knacken, Krachen oder Spratzeln. Genau hier setzt das neue Blaupunkt TwinCeiver-DDA-Konzept an.
In der Praxis werden Empfangsstörungen bis zu 90% reduziert, denn durch das TwinCeiver-DDA-Prinzip kann selbst aus zwei schwachen Signalen auf beiden Antennen noch ein starkes Signal erzeugt werden. Häufig fährt man schnell aus der Reichweite eines gewählten Radiosenders heraus, empfängt den Sender dann nur noch mit extremen Störgeräuschen oder gar nicht mehr. Auch in diesem Fall bietet das Blaupunkt TwinCeiver-DDA-Konzept eine Lösung. Je nach Empfangsgebiet kann eine Vergrößerung des Fern-Empfangsbereiches um bis zu 50 km erreicht werden.
Das DDA-Verfahren entspricht vom Prinzip her dem einer extrem schnellen, automatisch nachgeführten Richtantenne – wie bei einer Fernseh-Zimmerantenne, bei der schon eine minimale Drehung über Schneebild oder perfekten Empfang entscheidet. Für den Einsatz in Autoradios arbeitet das DDA-Verfahren mit zwei unabhängigen Antennen und Empfängern, deren Signale mit Zwischenfrequenz-Analog-Digital-Wandlern digitalisiert werden. Die digitalisierten Daten werden einem adaptiven Algorithmus mit extrem geringen Einschwingzeiten zugeführt. Beide ZF-Signale werden so kombiniert, dass selbst bei geringer Empfangsfeldstärke noch ein Antennengewinn von bis zu 3 dB Antennenleistung erreicht werden kann.


