Traumklang im eigenen PKW – das ist das Ziel, das man versucht mit hochwertigen Car-Audio-Komponenten zu erreichen. Doch neben der Qualität der Headunit – sprich dem Autoradio – und den installierten Lautsprechern und Verstärkern gibt es noch eine enorm wichtige Komponente, die dem gewünschten Ergebnis leider allzu häufig im Wege steht: die Akustik im Fahrzeug, die ihren eigenen Gesetzen folgt und elementar von den Voraussetzungen im eigenen Heim abweicht. Um im Fahrzeug dennoch einen optimalen Hörgenuss zu erreichen, müssen die ungünstigen Faktoren elektronisch beeinflusst werden. Der neue Bremen MP74 läutet eine neue Ära der Klangbeeinflussungsmöglichkeiten ein. Sein digitaler selbsteinmessender 27-Band- Equalizer ermöglicht in feinen Terzschritten eine extrem präzise Egalisierung der Überhöhungen und Einbrüche im Frequenzgang. Jeder der vier Kanäle (vorn/hinten, rechts/links) wird dabei individuell behandelt, so dass die unglaubliche Zahl von 108 Equalizer-Bändern in Summe zustande kommt.
DSA Max, perfekter Sound auf Knopfdruck.
Doch Quantität ist nur dann Qualität, wenn die Technik auch beherrschbar bleibt. Wer angesichts dieser enormen Einstellungsmöglichkeiten befürchtet, nie das optimale Resultat erzielen zu können, kann beruhigt sein. DSA Max steht auch für maximalen Bedienkomfort, denn der Equalizer beinhaltet gleichzeitig ein komplettes Messsystem, welches selbstständig die Fahrzeugakustik ermittelt und die optimale Einstellung aller 108 Bänder realisiert. Dazu wird einfach das mitgelieferte Mess-Mikrofon in Ohrhöhe positioniert und der Einmess-Algorithmus am Gerät gestartet. Der Bremen MP74 erzeugt die dazu erforderlichen Testsignale, die über die Lautsprecher wiedergegeben werden. Innerhalb von weniger als zwei Minuten ist die Einmessung abgeschlossen und der Equalizer entsprechend eingestellt. So einfach das klingt, so beeindruckend ist das akustische Resultat im Vergleich zu vorher.
Durch die asymmetrische Sitzposition im Auto erreichen die Signale der einzelnen Lautsprecher den Hörer nicht zu gleichen Zeit. Der Effekt: man hört vorwiegend den Lautsprecher, der dem Ohr am nächsten ist. Dieser Effekt lässt sich auch durch eine Anpassung der Lautstärkepegel nicht kompensieren. Auch hierbei kommen die Vorzüge der digitalen Signalverarbeitung im Bremen MP74 voll zum Tragen, besteht doch die Möglichkeit, die Signale der einzelnen Kanäle absolut verlustfrei zu verzögern.
Die Einstellung ist denkbar einfach: man gibt im DSA Max-Menü einfach die Abstände der vier Hauptlautsprecher zum Ohr (vorn links/vorn rechts/hinten links und hinten rechts) zentimetergenau ein (Einstellbereich vorn 0 – 200 cm, hinten 0 – 400 cm) und schon errechnet der Prozessor automatisch die korrekte digitale Signalverzögerung für jeden Kanal. Gleichzeitig ist es möglich, zwischen den beiden vorderen Sitzpositionen (optimiert für Fahrerseite oder Beifahrerseite, bzw. Kompromiss für beide Seiten) umzuschalten. Das Resultat ist ein Klangbild, welches direkt von vorn zu kommen scheint und die Position der Lautsprecher schlicht vergessen lässt.
Eine High-End-Anlage im Fahrzeug ohne Subwoofer ist mittlerweile undenkbar. Aber in den wenigsten Fällen ist es möglich, den zusätzlichen Tieftöner optimal an die übrigen Lautsprecher anzupassen und so das klangliche Maximum heraus zu holen. Basis im Bremen MP74 ist ein Tiefpassfilter 4. Ordnung mit einer Flankensteilheit von 24 dB pro Oktave, bei dem die Trennfrequenz zwischen 40 und 100 Hz in Terzband-Schritten einstellbar ist. Der Pegel des SubOut-Vorverstärkerausgangs lässt sich feinfühlig um +/– 6 dB in 1 dB-Schritten justieren. Doch damit nicht genug – auch die Phase ist in 45°-Schritten zwischen –180° und +135° variabel. Hinzu kommt noch ein variables Subsonic-Filtern für diejenigen, die kleine Subwoofer verwenden.
Die Hochpass-Filter
Die wenigsten Türpaneele in Fahrzeugen sind heutzutage so stabil, dass sie nicht bei hohen Pegeln zum Mitschwingen oder zu störendem Klappern neigen. Der Grund dafür ist einfach – die Tieftöner in den Türen erzeugen erheblichen Druck, dem die Pappverkleidungen kaum standhalten können. Abhilfe schaffen hier Hochpass-Filter, welche die Lautsprecher von den tiefen Frequenzen entlasten. In diesem Fall übernimmt dann der Subwoofer allein das gesamte Bassfundament. Im Bremen MP74 können die vorderen und hinteren Kanäle in fünf Stufen zwischen 40 und 100 Hz mit Hochpässen 2. Ordnung (12 dB/Oktave) gefiltert werden oder den vollen Frequenzbereich (FLAT) abdecken. Darüber hinaus sind diese Einstellungen auch noch für die vorderen und hinteren Kanäle getrennt möglich, da nur selten überall identische Lautsprecher zum Einsatz kommen.


